1450 km kreuz und quer durch Deutschland, Teil 4

Ab Aschaffenburg kannten wir den Mainradweg schon, von unserer Tour aus dem letzten Jahr und dennoch war es wieder ein interessanter Abschnitt.

Das Wetter war sehr „durchwachsen“, von sonnig-warm bis Nieselregen war alles dabei. So fuhren wir zügig durch bis Mildenberg, das wir noch genauer besichtigen wollten, da wir im Jahr zuvor keine Zeit dafür hatten. Gegen Mittag kamen wir an und hatten nicht nur mit dem Wetter Glück, da es gerade nicht regnete, sondern auch die schöne Stadt Miltenberg überraschte uns mit dem Altstadtfest. Nach ausführlicher Besichtigung saßen wir noch im ältesten Gasthaus Deutschlands, „Im Riesen“, wo „uns zu Ehren“ Salut geschossen wurde.

 

 

Nach verlassen der Stadt wurde das Wetter auch gleich wieder schlechter und wir mussten kurz unter Bäumen Unterschlupf  suchen, bevor wir trotz leichten Regens weiterfuhren. In Wertheim, das wir kurz anschauten, denn auch hier war Altstadtfest, verließen wir dann den Main und folgten jetzt der Tauber, vorbei an verträumten Orten.

 Der Weg führt durch eine leicht hügelige Gegend, sodass wir ständig bergauf und bergab Passagen hatten. Nach 123 km hatten wir unser Tagespensum erfüllt.

Der nächste Tag war wie schon fast gewohnt, windig, nass und kalt. Kurz nach Tauberbischofsheim waren wir durch den Regen gezwungen unter einer Brücke zuflucht zu suchen. Beim nächsten Regenschauer hatten wir wider einmal Glück, da wir gerade beim Mittagessen saßen. Langsam besserte sich das Wetter und wir fuhren weiter Richtung Rothenburg ob der Tauber, zu dem wir wegen falscher Navigation 2-mal hochfahren mussten. Einmal um es zu Besichtigen und nach der Abfahrt noch mal um den richtigen Weg zu finden. Auch hier war Altstadtfest und so gab es einigen zu schauen. Die herrliche Gebäude, die vielen Verkaufsstände und Vorführungen aus dem Mittelalter wie z.B. Münzprägen.

 

Jetzt ging es entlang der romantischen Straße unserem Tagesziel, Feuchtwangen, entgegen. Leider mussten wir vorher in Schillingsfürst noch über einen Berg, den wir aber auch meisterten. Zumindest ich war froh mich in unserem Quartier nach 118 km unter der warmen Dusche richtig aufwärmen zu können.

 

Bei kühler Witterung ging es am tags darauf weiter. Na ja, eigentlich erstmal im Kreis, den der Radweg führte über Waldwege und enge Straßen, durch Bauerndörfer und kleinen Weilern, uns nach 18 km Fahrt zur Hauptstraße – mit Wegweiser „Feuchtwangen 5 km“. Aber Entfernungen sind ja sowieso nur relativ zu betrachten. Unser erstes Ziel an diesem Tag war Dinkelsbühl. Eine schöne Stadt, deren Besuch sich auf jeden Fall gelohnt hat.

Das Wetter wurde immer besser und so radelten wir dem Nördlinger Ries zu. Kurz vor Nördlingen, in einem Klostergasthaus, war Mittagspause. Hier konnten wir endlich wieder mal im Biergarten sitzen. Da unser heutiges Ziel die Donau war und wir uns in Dinkelsbühl länger aufhielten als geplant, fiel die Besichtigung von Nördlingen leider etwas kurz aus. Die Fahrt aus dem Ries heraus schien nicht enden zu wollen, da der Radweg wieder mal nicht den direkten Weg nahm. Doch als Harburg (hier keine Zeit mehr für die Schlossbesichtigung) erreicht war, war auch das geschafft.  In Donauwörth gönnten wir uns noch eine kleine Verschnaufpause und fuhren dann entlang der Donau um eine Unterkunft zu suchen, die wir nach 111 km auch schnell fanden.

 

Weiter mit Teil 5 und damit letztem Teil …